Werkstatttage Klasse 8

Schüler der Jahrgangsstufe 8 erprobten 2 Wochen lang die Arbeitsbereiche Holz, Metall, Elektro und Maler bei der Handwerkskammer Landau und dem CJD Maximiliansau. „Als Schlosser bist du einfach stolz, wenn du Hoftore, Balkongeländer und vieles mehr selbst bauen kannst.“ Mit diesem Satz beschrieb Herr Eichberger, Ausbilder bei der Handwerkskammer in Landau, die Vorzüge von Handwerksberufen. Er schilderte den Jugendlichen auch die Nachteile wie bspw. die Arbeit bei Wind und Wetter und die körperliche Herausforderung, aber die Zufriedenheit über das eigene Schaffen und die mittlerweile guten Verdienstmöglichkeiten standen im Vordergrund. Dieser Funke der Begeisterung sprang auf die Jugendlichen über, die motiviert alle Herausforderungen meisterten. Im Metallbereich stellten sie unter fachmännischer Anleitung eine Metallbox her. Sie bogen, nieteten und bohrten Eisen. Ebenso lernten sie den Bereich „Gas-Wasser-Installation“ kennen. Kupferrohre wurden abgesägt, geschliffen und die Lötverbindungen mussten so gut sein, um dem Druck von 20 bar Stand zu halten.
Albumblatt Werkstatttage 1
In der Malerwerkstatt durften sie eine eigene Fläche tapezieren, Schablonen herstellen, austupfen, Bordüren anbringen, Schriftzüge gestalten oder eigene Entwürfe umsetzen. Zur zweiten Woche wechselte der Standort zum CJD nach Maximiliansau, wo den Schüler Ausbilder im Holz- und Elektrobereich zur Seite standen. Der Plan eines komplizierten Steckwürfels wurde in der Holzwerkstatt auf Holz übertragen und ausgestemmt. Mit dem Feinschliff konnten kleine Fehler behoben werden. Die Arbeitsschritte bohren und leimen erprobten die Jugendlichen beim Zusammenbauen einer Rätsche. Überall war genaues Arbeiten, eine schnelle Auffassungsgabe und Ausdauer gefragt. So auch im Elektrobereich. Die Schüler setzten Lötstellen punktgenau, bauten Schaltungen nach Plan und bereiteten Gehäuse vor. Die Herstellung des Geschicklichkeitsspieles „Heißer Draht“ war eine umfangreiche Aufgabenstellung.
Albumblatt Werkstatttage 2
Am Ende wurde mit „Spannung“ überprüft, ob Strom fließt oder eine aufwendige Fehleranalyse gemacht werden musste. Abgeschlossen wurden die Werkstatttage mit einer schulinternen Präsentation in der Jahrgangsstufe 8. Hier brillierten die Schüler mit fachmännischen Vorträgen, in denen sie detailliert die einzelnen Arbeitsschritte und Zusammenhänge erklärten. Beeindruckend waren die Werkstücke und so mancher Mitschüler versuchte den Zauberwürfel zusammen zu stecken oder den „Heißen Draht“ zu bewältigen. In den nächsten Wochen werden Vertreter der Handwerkskammer und des CJDs Feedbackgespräche mit den Schülern führen, außerdem erhalten alle das begehrte Zertifikat der Werkstatttage.

Abschließend bleibt nur zu sagen, trotz aller Anstrengung, hat dieses Projekt allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Viele wissen nun, dass ihr Herz fürs Handwerk schlägt.