Am 28.10.11 fand in der Realschule plus in Kandel die Auftaktveranstaltung zur Projektarbeit der Daimler AG mit der Realschule plus Kandel statt. Die Realschule plus Kandel möchte in dem neuen Wahlpflichtbereich Technik und Naturwissenschaft umfassende Kompetenzen ausbilden und verstärkt
Schule und Wirtschaft verknüpfen, um die Verflechtung von praktischem Tun und reflektiertem Überprüfen der dabei gewonnen Erkenntnisse als wesentliches Merkmal des Unterrichts einzuführen. Projekte, Praktika und die Einbeziehung von außerschulischen Lernorten sind auch die Grundlagen für die Berufsorientierung, die ein Hauptbestandteil des Wahlpflichtbereichs der Realschule plus ist.
Frau Schwede und Herr Eck, die betreuenden Lehrkräfte des Projekts, möchten mit ihren Schülerinnen und Schüler der 6.Klassen gegebene Problemstellungen auf der Grundlage technischer und naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung und Kommunikation erfahren. Im Fach TuN (Technik und Naturwissenschaft) wurden „Schatztruhen“ aus Holz gefertigt und diese werden im November in der Lehrwerkstatt der Daimler AG in Wörth mit Scharnieren und einer Metallplatte versehen und lackiert. Die Schülerinnen und Schüler werden unter Anleitung der Azubis ihre Schatztruhe in Wörth vervollständigen und dabei die Arbeitswelt kennenlernen. Die „Schatztruhe“ ist somit eine Gemeinschaftsproduktion der Realschule plus und der Daimler AG.
Frau Staatssekretärin Vera Reiß, Herr Petri und Herr Tilbert Müller von der Aufsichts-und Dienstdirektion Neustadt, Herr Landrat Dr. Brechtel, Herr Verbandsbürgermeister Poß, der Ausbildungsleiter der Daimler AG Herr Bauer, sowie Frau Gabriel von der Daimler AG nahmen an der Auftaktveranstaltung teil.
Der Schulleiter Herr Wolters begrüßte die Anwesenden und betonte den persönlichen Bezug zu der Daimler AG, da er dort selbst tätig war. Aber auch viele Schüler der Realschule haben Bezug zur Daimler AG, entweder weil die Eltern dort arbeiten oder aber weil Freunde dort Ausbildungen absolvieren. Das Weltunternehmen Daimler stellt hervorragende Produkte her und braucht dafür gute Mitarbeiter. Darin sieht der Schulleiter eine Basis für die Zusammenarbeit, da die Realschule gute Schülerinnen und Schüler ausbilden möchte, die für Daimler interessante Mitarbeiter werden können. Herr Wolters betont, dass Schüler aus dem Praktikum mit neuer Motivation in den Schulalltag zurückkehren, die schulischen Leistungen sich verbessern und er sieht es als eine immense Bereicherung für Schule und Schüler, dass eine Kooperation jetzt schon in der 6. Klasse beginnt.
Als Zukunftsprojektion sieht der Schulleiter die weitere Verzahnung von Betrieben und Schule, nämlich mit der Errichtung einer Fachoberschule im Bereich Metalltechnik an der Realschule plus in Kandel. Die Realschule plus könnte damit einen höheren Berufsabschluss anbieten und somit die Kooperation von der 6.Klasse bis zur 12. Klasse ausbauen.
Anschließend stellten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a und 6b ihr Projekt vor und zeigten, welche Teile in der Schule gefertigt wurden, erklärten die einzelnen Arbeitsschritte und stellten vor, wie die „Schatztruhe“ im November in der Werkstatt von Daimler fertig gebaut werden wird.
Frau Staatssekretärin Reiß zeigte sich von der Präsentation beeindruckt und gestand ein, dass die Realschule Kandel ihre Lieblingsschule war, als sie selbst Grundschülerin war. Frau Reiß betonte den guten Ruf der Schule und begrüßte das Projekt der Schule und versicherte Unterstützung von seitens der Landesregierung auch für weiterführende Pläne der Schule.
Ebenso zeigte sich der Ausbildungsleiter der Daimler AG, Herr Bauer „begeistert von der Begeisterung der Schülerinnen und Schüler“ und er verwies auf die Notwendigkeit, dass Daimler sowohl gute Schülerinnen und Schüler brauche, die eine Ausbildung anstreben, als auch gute Ingenieure. Das Projekt bietet für die Schüler eine gute Möglichkeit herauszufinden, in welche Richtung sie gehen möchten. Vor allem lobte er den Einsatz von Mädchen in dem Projekt, denn noch immer sind sie in diesem Berufsfeld in der Unterzahl. Herr Bauer freut sich auf die Schülerinnen und Schüler, die im November in die Lehrwerkstatt nach Wörth kommen werden.
Auch Herr Landrat Dr. Brechtel begrüßte die Nachwuchsförderung für technische Berufe im Kreis Germersheim und wünschte dem Projekt viel Erfolg.
Zum Schluss freuten sich alle über eine Kooperation, die noch viele gute Arbeitsergebnisse erwarten lässt.
